Presse 2011

mainpost vom 16. Dezember 2012

Knochenjob im kobaltgrauen Schlick
Abfischaktion am Schlossteich Werneck: Karpfen, Kois und Welse verbringen den Winter in Maidbronn

Knochenarbeit_im_SchlickEs ist ein ungemütlicher Morgen. Feuchtkalte Luft hängt über dem Schlosspark und kriecht in die Kleidung. Auf den spärlichen Wasserresten zwischen den Schlamminseln hat der Nachtfrost Eis-Fetzen hinterlassen. Doch die Männer, die im Schlossteich ihrer Arbeit nachgehen, scheint das nicht zu stören. Bis zur Brust stecken sie in ihren olivgrünen Wathosen und fischen mit hochgeschobenen Ärmeln und großen Keschern in der trüben Brühe.

„Schmuddelwetter ist optimal zum Abfischen“, erklärt Matthias Schäffner und findet: „Heute geht's.“ Schäffner ist Fischwirtschaftsmeister und arbeitet im „Teichwirtschaftlichen Beispielbetrieb“ des Bezirks in Maidbronn. Wann sie das letzte Mal den „extensiv genutzten“ Teich in Werneck abgefischt haben, darüber gehen bei Schäffner und seinem Kollegen Stefan Hummel, ebenfalls ein Fischwirtschaftsmeister, die Erinnerungen auseinander. Sieben Jahre dürfte es her sein, einigen sie sich.

Viel Arbeit haben die beiden mit den Fischen in Werneck nämlich nicht. Der Fischbesatz „braucht keine Pflege“ und bleibt sich selbst überlassen, erklärt Schäffner. Auch überwintern können die Fische „normalerweise“ in dem bis zu 1,5 Meter tiefen Teich problemlos. Diesen Winter werden die Fische in Maidbronn verbringen. „Wir haben schon einen Teich gerichtet.“

Die große Pumpe, die das trübe Teichwasser über ein dickes Rohr in einen Stichgraben Richtung Wern ausspuckt, haben sie vor fünf Tagen eingebaut. Würde sie ohne Unterbrechung laufen, wäre der See innerhalb von 24 Stunden trockengelegt. Doch der Wasserspiegel muss langsam abgesenkt werden, „damit die Fische in die tieferen Bereiche folgen können“. Außerdem erleichtert es die Arbeit: „Man muss den Fischen nicht hinterherrennen. Sie kommen zu einem.“
Die mit dem Wasser laufen

Diesem Zweck dienen auch die Gräben, die sie am Vortag mit Schaufeln in den tiefen Schlamm gegraben haben. In den seichten Rinnsalen tümpeln die trägen Fische jetzt dichtgedrängt und „laufen mit dem Wasser“ in Richtung Pumpe mit, bis an einem eingebauten Schutzgitter Endstation ist. Dort stehen Stefan Hummel und Oswald Sperber bereit und fischen mit ihren Keschern ab. Die Arbeit ist anstrengend, nicht zuletzt wegen den ungemütlichen Bedingungen. Doch Sperber witzelt: „Andere zahlen viel Geld für ein Schlammbad. Wir haben es umsonst“. Für die Männer ist es nicht nur ein Job. „Wir sind alle mit Fischerei vorbelastet“, gesteht der Agraringenieur von der Fischereifachberatung Würzburg.

Was sie vor sieben Jahren im Teich eingesetzt haben, wissen die Maidbronner noch genau. „Was wir rausholen, da stecken wir nicht drin. Da erlebt man immer Überraschungen“, sagt Schäffner. Goldfische, die Parkbesucher im Teich ausgesetzt haben, zählen dazu. Die Masse der Fische, die abgefischt werden, sind „Aufkommen vom See“. Deshalb finden sich auch oft „Mischungen“, etwa aus gemeinen Karpfen und „Koi-Karpfen“.

Von diesen japanischen Zierkarpfen hatten die Maidbronner einige „ganz kapitale“ Exemplare mit bis zu 20 Kilo Gewicht ausgesetzt. Doch etwa die Hälfte dieser Tiere, für die mancher Liebhaber viel Geld zahlt, „fehlen spurlos“. Am häufigsten landen Wildkarpfen in den Keschern, außerdem Gras- und Spiegelkarpfen und einige Welse. Neben diesen, meist kapitalen Fischen finden sich in den Keschernetzen auch viele kleine Rotaugen, die sich im Schlossteich tüchtig vermehrt haben.

Aus den Keschern wandern FischeimNetzdie Fische mit gekonntem Schwenk in Sammelbottiche. Mit einem Schubkarren geht es weiter zu zwei großen Transportfässern, in die die Fische per Hand befördert werden. Wegen der großen Fischmenge wird das Wasser darin mit reinem Sauerstoff gespeist. Dass die Tiere bei der ganzen Prozedur erstaunlich ruhig bleiben, liegt daran, „weil es so kalt ist“, wie Schäffner erklärt. Und lässt sich mit einem großen Karpfen vor der Brust fotografieren, ohne dass das Flossentier nur einen Zucker macht.

Auf „grob 700 bis 800 Kilo“ taxiert er die Fischmenge, die in den Transportfässern auf Pickup und Anhänger zusammenkommen. Die Schlosspark-Besucher „meinen es gut und füttern reichlich“, sagt er schmunzelnd. Mit der Folge, dass sich die Fische „freudig vermehren, weil es ihnen so gut gefällt“. Weil es zu viele waren, haben sie „im September schon mit dem Boot ausgedünnt“.

Trotz der Vorarbeit bleiben noch etliche Fische in den Wasserlachen, die vom See übrig sind, liegen. Mit einem kleinen Bötchen und Sammelbottich im Schlepptau kämpfen sich Schäffner und Sperber durch den Morast und fischen die restlichen Tiere ab. Die Bottiche mit der Fischfracht ans Ufer zu schaffen, kostet die beiden sichtlich Kraft. Und auch die Kälte macht sich bemerkbar.

Ein „Festessen“ beschert die Abfischung der Entenkolonie, die in den Pfützen gründelt. Die fressen sich mit den kleinen Fischen so voll, „dass sie eine Zeitlang nicht mehr fliegen können“. Sperber deutet auf einen weißen Fleck im Schlamm: „Reiherkot. Der war heut Nacht da und hat auch schon gefischt“. Mit der Arbeit seines Teams, das bis zur Dunkelheit im Einsatz ist, ist Schäffner zufrieden: „Bis auf die ganz Kleinen haben wir ziemlich gewissenhaft abgefischt“. Nach ihnen wollen sie Tags darauf die Teichfläche noch einmal absuchen.
Im Altenheim für Fische

Die meisten Wildkarpfen werden nach den Frühjahrshochwassern wohl als Besatz in die Fränkische Saale kommen. Die großen Karpfen „und ein paar andere Fische“ kommen zurück. „Das entscheiden wir ganz spontan“, sagt Schäffner. „Werneck kann man fast als Fischaltenheim bezeichnen“, erklärt er die Funktion des Teiches. Hier entnehmen die Maidbronner auch oft Fische für die Schauaquarien auf der Main-Franken-Messe.

Der See bleibt den Winter über trocken. So kann der knietiefe Faulschlamm ausfrieren und sich auf natürliche Weise abbauen.
Beispielbetrieb Maidbronn

Schwerpunkt Beratung: Die fischereiliche Betreuung des Wernecker Schlossteiches zählt nicht zu ihren Routinearbeiten, wird aber von den Mitarbeitern des Teichwirtschaftlichen Beispielbetriebs des Bezirks in Maidbronn mit übernommen. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Fachberatung, etwa von Angelvereinen, Teichwirten und Fischern.

Angebot Fischzucht: Dies beinhaltet ein modernes Fischbruthaus zur Vermehrung von anspruchsvollen und gefährdeten Fischarten, sowie die Aufzucht der Jungfische in den naturnahen Teichen auf dem fünf Hektar großen Gelände. Diese werden den heimischen Fischern zur Wiederbesiedelung ihrer Gewässer auch zur Verfügung gestellt. Angeboten werden auch praktische Kurse – wie Schlachten, Räuchern und Verwertung von Fischen.

 

mainpost vom 7. Dezember 2011

Mehr Geld für Kliniken
Bezirk genehmigt überplanmäßige Ausgaben

Einstimmig empfahlen die Mitglieder des Bezirksausschusses dem Bezirkstag, überplanmäßige Ausgaben von 525 000 Euro für den vierten Bauabschnitt beim orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck (Lkr. Main-Spessart) und für das „Haus 18“ in Lohr (Lkr. Main-Spessart) zu bewilligen.

Normalerweise schlagen überplanmäßige Ausgaben negativ zu Buche, in diesem Fall bezeichnete sie Kämmerer Rainer Klingert sogar als „erfreulich“. Überraschend wurden im Krankenhausbau-Programm 2011 des Freistaats Bayern Mittel frei, von denen 5,25 Millionen vorzeitig für das „Haus 18“ in Lohr und den vierten Bauabschnitt in Werneck abgerufen werden könnten. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass der Bezirk als Einrichtungsträger zu den staatlich geförderten Investitionen zehn Prozent der förderfähigen Kosten beiträgt. Ohne die überplanmäßigen Ausgaben des Bezirks würde sich die Refinanzierung der beiden Projekte erheblich verzögern. Sie dienen also der Vermeidung finanzieller Nachteile für die beiden Kliniken, so Klingert.

Gedeckt werden die 525 000 Euro aus überplanmäßigen Einnahmen bei den Zuweisungen des Freistaats sowie niedrigeren Ausgaben an einer anderen Haushaltsposition.


mainpost vom 6. Dezember 2011

Schwarze Zahlen bei Kliniken
Positive Wirtschaftspläne

Eine vorweihnachtliche Bescherung in Form von positiven Wirtschaftsplänen für die Krankenhäuser und Heime im Jahr 2012 erlebten die Mitglieder des Bezirksausschusses. Sie befürworteten einstimmig die vorgelegten Zahlen und empfahlen dem Bezirkstag von Unterfranken, sie in die Haushaltssatzung für das kommende Jahr aufzunehmen.

Kämmerer Rainer Klingert informierte, dass alle Bezirkskrankenhäuser in 2010 Überschüsse erzielten, und auch dieses Jahr gehe man davon aus, dass sich daran nichts ändert. „Die Überschüsse werden nicht ausgeschüttet, sondern bleiben im Finanzkreislauf“, sagte er.

Im kommenden Jahr weisen die Erfolgspläne der fünf Kliniken Überschüsse in Höhe von insgesamt 72 500 Euro aus (heuer voraussichtlich 188 000 Euro). Die Vermögenspläne haben ein Volumen von 17,63 Millionen Euro (heuer 23,85 Mio. Euro).

Klingert freute sich besonders darüber, dass die Krankenhäuser Schloss Werneck und das König-Ludwig-Haus bei einer bundesweiten Untersuchung der Techniker Krankenkasse Plätze unter den Top 20 belegten. Inzwischen arbeiteten alle ehemaligen defizitären Einrichtungen – auch das frühere „Sorgenkind“ Thoraxzentrum Münnerstadt – kostendeckend.
Auch Heime kostendeckend

„Sehr zufrieden“ dürfe man auch bei den vier Heimen sein: In 2010 schlugen die Jahresüberschüsse insgesamt mit 755 000 Euro zu Buche, heuer plane man mit einem Fehlbetrag von 4500 Euro. Die Erfolgspläne für 2012 sehen Überschüsse von 5300 Euro vor. Die Vermögenspläne 2012 haben ein Volumen von 1,54 Millionen Euro (2011: 2,52 Millionen Euro).

Für die in wenigen Monaten in Betrieb gehende Spezialeinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Schwer- und Mehrfachbehinderung sowie psychischer Störung auf dem Gelände des Würzburger Blindeninstituts rechnet man allerdings im nächsten Jahr noch mit einem Defizit. Eine Kostendeckung werde vermutlich in 2013 erreicht.


mainpost.de vom 18. November 2011

Exotisch: Wernecks grünes Erbe
Der Schlosspark hat viele Besucher, doch nur wenige wissen mehr über ihn – Ein Spaziergang

Exotisch Wernecks grünes ErbeDas von Balthasar Neumann erbaute barocke Schloss, der weitläufige Park – sie sind das wertvollste, was Werneck aus der Zeit der Würzburger Fürstbischöfe geblieben ist. An den einstigen Fasanengarten erinnert im heutigen Landschaftspark allerdings kaum noch etwas. Vor allem nach der Eröffnung der „Kreisirrenanstalt“ wurde die Gartenanlage tiefgreifend verändert.


Seit 1977 ist der Wernecker Schlosspark nicht mehr nur Patientengarten, sondern als Naherholungsstätte auch öffentlich zugänglich. Ein Verdienst von Dr. Albrecht Schottky, seinerzeit Direktor des Psychiatrischen Krankenhauses. Seit Jahren erfreut sich der weitläufige Landschaftspark einem verstärkten Zulauf nicht nur aus der Wernecker Bevölkerung, was Leo Mößlein nicht wundert. Schließlich sei der schöne Park inmitten der weitgehend ausgeräumten Flur um Werneck „doch ä weng ä Oase für Mensch und Tier“, meint der Gärtnermeister.

Gut 42 Hektar, eine Fläche von 420 000 Quadratmetern,Exotisch Wernecks grünes Erbe2 umfasst die rundum von einer hohen Mauer eingefriedete grüne Oase. Auch Rehe haben hier „ihr Schlaraffenland gefunden“. „Wir haben sie schon mehrfach rausgeholt. Aber sie kommen wieder“, schmunzelt Mößlein. „30 Jahre werden es im Februar“, dass der mit Abstand dienstälteste Anlagengärtner den Schlosspark mit in Schuss hält. Für dessen Pflege hat der Bezirk ganzjährig 3,75 Gärtnerstellen zur Verfügung gestellt. Dass er seine Mitarbeiter als Chef saisonal „optimal einteilen“ muss, um mit der Arbeit über die Runden zu kommen, glaubt man Mößlein sofort. So werkeln im Sommer schon mal fünf Gärtner im Park, im Winter entsprechend weniger.

Von der ursprünglichen Gartenanlage aus fürstbischöflicher Zeit sind außer dem ehemaligen Fasanenmeisterhaus auf der heute bewaldeten Anhöhe nur die Terrassen südlich des Schlosses geblieben. Für die Blumenpracht der dortigen „Broderie-Beete“, ebenso wie der Rosarien auf der West- und Ostseite des Schlosses, sorgen die Anlagengärtner. „Jedes Jahr wird zwei Mal neu bepflanzt.“ Ein Sommerflor mit 12 000 und ein Winterflor mit 9000 Pflanzen, sagt Mößlein. Diese Wechselbepflanzung mit bis zu 20 verschiedenen Blumensorten züchten die Anlagengärtner in den Gewächshäusern auf dem Schlossgelände.

Die vielen exotischen Bäume, die noch heute als mächtige Solitärbäume den Park prägen, stammen aus den Anfangsjahren der „Kreisirrenanstalt“. Schnurbaum, Tamariske, Götterbaum, Gleditschie, Trompetenbaum, Tulpenbaum, Ginkgos und Platanen wurden damals gepflanzt, zählt Mößlein auf. Mit ihrer Blütenpracht, den vielfältigen Laubformen und Farbschattierungen, markanten Rindenbildern und Borkenleisten sowie ihrer schönen Herbstfärbung „bieten sie das ganze Jahr über etwas für das Auge“.

Dort, „wo es passt“, hat Mößlein in der Vergangenheit, vereinzelt Bäume im Park nachgepflanzt, darunter Zedern, Mammutbäume und die Pawlonie. Um weitere abgehende Bäume wieder zu ergänzen, erfolgte auf Initiative des Ärztlichen Direktors Professor Dr. med. Christian Hendrich jetzt erstmals auch eine große Nachpflanzaktion als „nachhaltiger Beitrag“ zum Erhalt der Baumsubstanz des Parks.

Gewinnen konnte Hendrich dafür der Klinik verbundene Sponsoren, die bei der Pflanzung der 15 Bäume, darunter wieder Exoten wie Amberbaum, Papierbirke, Zuckerahorn und der Zürgelbaum, selbst Hand anlegten. Bei der Auswahl und Beschaffung der zehn bis 15 Jahre alten Bäume verließ man sich allerdings auf Mößleins Fachkenntnisse.

Exotisch Wernecks grünes Erbe1Auch jetzt, im Herbst, gibt es im Park viel zu tun. Die Kübelpflanzen kommen in die Gewächshäuser, Rosen und Stauden werden geschnitten und das Laub auf den intensiv gepflegten Flächen im Park „geerntet“. „Im Schnitt“ hat Mößlein zwei Freigänger aus der Forensik „zur Arbeitserprobung“ in seinem Team dabei. Ansonsten sind Therapie- und Anlagengärtnerei, die bis 1991 ein Betrieb waren, heute getrennt.

Zweimal im Jahr – „belaubt und unbelaubt“ – muss auch der Zustand aller Bäume an den Wegen begutachtet werden. Vor allem Sicherheitsaspekte stehen, wegen der Öffentlichkeit des Parks, dabei im Vordergrund. Bei 755 Einzelbäumen, die aktuell im Baumkataster erfasst sind, ein großer zeitlicher Aufwand; zumal oft auch Hand angelegt, und Baumkronen ausgeputzt und entlastet werden müssen. „Damit die Sicherheitsbegehungen nicht überhand nehmen“ hat Mößlein in der Vergangenheit „etliche Wege im Wald aufgelöst“.

Immer wieder hat die Anlage ihr Gesicht verändert. Schon 1979 wurden am Gutshof alle Obstbäume gerodet. Heute sind die dortigen Ackerflächen an einen Landwirt verpachtet ebenso wie die extensiv bewirtschaften Wiesenflächen unterhalb des Waldes. 1985 „kamen zirka 80 Mutterschafe der Coburger Füchse nach Werneck“, damals eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Doch „nachdem sie wieder von der Roten Liste verschwunden waren“, wurden sie vor sieben Jahren wieder von den Wiesen abgezogen.

Im kommenden Jahr beteiligt sich Werneck beim „Tag der offenen Gartentür“. Natürlich soll da auch der Schlosspark mit dabei sein. „Die Bürgermeisterin war schon da gewesen“, sagt Mößlein. Erwartet wird, dass „alles in schönster Form erstrahlt“. Doch davon werden sich die dann wohl noch zahlreicher strömenden Park-Besucher sicher überzeugen können.


Schweinfurter Tagblatt vom 16. November 2011

Rettung per Drehleiter aus dem zweiten Stock
Großübung simuliert Brand im Orthopädiebereich des Schlosses Werneck

Rettung per Drehleiter aus dem zweiten StockMontagabend, 18.05 Uhr, im Schloss heult die Sirene, Alarm für die Betriebsfeuerwehr. In der Baustelle des Orthopädiegebäudes ist es zu einem Brand mit starkem Rauch gekommen, Menschen werden vermisst, einigen ist der Fluchtweg versperrt. Das Szenario ist nicht echt, nur eine Übung, aber eine bedeutsame, zumal das Zusammenspiel aller Retter intensiv geprobt werden muss.

Die Feuerwehren Werneck, Essleben, Bergrheinfeld und Schweinfurt sowie der Rettungsdienst werden zusätzlich zur Betriebsfeuerwehr des Schlosses alarmiert. Aus den Fenstern des Zentralbaus im Innenhof dringt Rauch, Feuerwehrleute rüsten sich mit schwerem Atemschutz aus, Beleuchtung wird aufgebaut, Schläuche werden verlegt. Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge treffen ein.

Die erste Lagemeldung am Einsatzort besagt: Vermisst werden im Haus fünf Bauarbeiter, vier Angestellten ist im zweiten Obergeschoss der Fluchtweg abgeschnitten, eine Station muss evakuiert werden. Die Männer der Betriebsfeuerwehr unter der Leitung von Stefan Rudloff weisen als Ortskundige die Rettungskräfte ein.

Der erste Atemschutztrupp dringt in das Gebäude ein, weitere folgen. Eine Steckleiter ist aufgebaut, hier beginnt die Menschenrettung aus dem ersten Stock. Inzwischen steht die Drehleiter der Feuerwehr Schweinfurt, besetzt mit zwei Mann im Korb. Jetzt sind die Eingeschlossenen im zweiten Stock an der Reihe. Parallel dazu läuft die Brandbekämpfung im Inneren des Schlosses, verbunden mit der Menschenrettung.

Nach knapp 15 Minuten sind die ersten Vermissten gerettet und ins Freie zu einem Sammelplatz transportiert worden. Hier werden sie registriert. Der Einsatzleiter, Wernecks Kommandant Thomas Baucke, ruft zur Lagebesprechung der Abschnittsleiter und Kommandanten. Er erläutert vor dem Wagen der UGÖEL des Landkreises (Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung) den bisherigen Verlauf der Übung, zieht eine Zwischenbilanz und gibt neue Aufträge.

Der „Einsatz“ läuft weiter. Drei Abschnitte waren gebildet worden zur Menschrettung und Brandbekämpfung. Die Atemschutztrupps im Inneren des Gebäudes leisten schweißtreibende Schwerstarbeit: Sie müssen die Patienten finden, ins Freie bringen. Dort erwarten Helfer die Patienten und versorgen diese weiter. Etwa 40 Minuten nach dem Alarm ist die Station geräumt.

„Hauptzweck dieser Übung war die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte“, erklärte Kreisbrandinspektor Peter Hauke, der das Geschehen beobachtete. Diese Übungen im Schloss Werneck seien notwendig, da es hier immer wieder zu Einsätzen komme, darunter auch tragischen. Den Feuerwehren bescheinigte er eine gute Arbeit.

Verwaltungsleiter Bernd Pallasch zeigte sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Er und Bürgmeisterin Edeltraud Baumgartl dankten den Einsatzkräften für ihr Engagement. Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen vor Ort.


mainpost vom 28. Oktober 2011

Fast sieben Millionen Euro für Schloss Werneck
Bauausschuss des Bezirks bewilligt Gelder für Klinik-Sanierung, neue OP-Säle und Wegeleitsystem

(fcn) Einstimmig gab der Bau- und Umweltausschuss des Bezirks in dieser Woche grünes Licht für Ausgaben von 6,98 Millionen Euro für Projekte im Bezirkskrankenhaus Schloss Werneck im kommenden Jahr. 5,77 Millionen Euro entfallen auf Investitionen, 1,21 Millionen auf Unterhaltskosten. Diesem Empfehlungsbeschluss muss noch der Bezirkstag zustimmen.

Der vierte Bauabschnitt der Neuordnung des orthopädischen Krankenhauses schlägt im kommenden Jahr mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche (wir berichteten). Bezirkskämmerer Rainer Klingert wies die Ausschussmitglieder darauf hin, dass die Gesamtkosten 6,98 Millionen Euro betragen, die Regierung von Unterfranken habe den Förderbetrag auf 5,46 Millionen Euro festgesetzt. Die Bauarbeiten wurden bereits begonnen und dauern voraussichtlich bis Mitte 2013. „Dann ist die Klinik auf dem neuesten Stand.“

Das vom Ausschuss beschlossene Maßnahmenpaket beinhaltet auch 100 000 Euro Planungskosten für den Umbau und die Modernisierung des K-Baues. Dieses Gebäude mit 160 Betten wurde 1991 in Betrieb genommen. „Damals waren Nasszellen nicht förderfähig“, erklärte Klingert, deshalb seien keine eingebaut worden. Im Rahmen der Modernisierung sollen diese sanitären Einrichtungen errichtet werden.
Altmodischer „Charme“

Nach den kürzlich abgeschlossenen Sanierungen des Hauses H und der gesamten Station G 1 bleibt in diesem Gebäudekomplex noch die Station G 2 übrig, die sich nach Angaben der Bezirksverwaltung im „Charme der 70-er/80-er Jahre“ präsentiert. Nunmehr soll auch diese Station für etwa 540 000 Euro auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Wichtigstes Ziel ist dabei die Aufwertung der Zimmer und Gemeinschaftsräume, um den Patienten eine bessere „Wohlfühlatmosphäre“ zu vermitteln. An der Funktionsaufteilung der Räume sind keine gravierenden baulichen Änderungen vorgesehen.

Für die Errichtung von zwei Operationssälen stehen für nächstes Jahr 800 000 Euro im Haushalt. Damit würden die bestehenden Eingriffsräume entlastet. Baureferent Ottmar Zipperich hob hervor, die zwei neuen Operationssäle hätten den positiven Nebeneffekt, dass man hier Eingriffe vornehmen könnte, wenn die bereits bestehenden Räume wegen Hochwassers für einen oder zwei Tage gesperrt werden müssten. Eine Amortisation der Kosten sei voraussichtlich nach vier Jahren erreicht.

400 000 Euro sind für den Abriss und Neubau des als Therapiegärtnerei genutzten Gewächshauses vorgesehen. Diese Einrichtung ist ausschließlich für gelockerte beziehungsweise als Freigänger zur Entlassung anstehende Patienten der Forensik gedacht.

Nachrüstungen in den Bereichen der Videoanlage und des elektronischen Schließsystems im Haus J (Forensik) schlagen 2012 mit 194 000 Euro zu Buche. Diese Maßnahmen sind das Ergebnis einer Polizeiübung sowie der jährlichen Sicherheitsbegehung. Gespräche mit dem Innenministerium ergaben, dass die Voraussetzungen für die Investitionskostenerstattung gegeben sind.

Um eine bessere Orientierung zu ermöglichen, gaben die Ausschussmitglieder auch der Einführung eines Wegeleitsystems für etwa 58 000 Euro grünes Licht. Dieses beinhaltet unter anderem große Übersichtstafeln an den Eingangsbereichen und beleuchtete Schilder und Stelen an Kreuzungen und Plätzen.
Wild parkende Fahrzeuge

Bei der Diskussion über dieses Thema wurde deutlich, dass dem gesamten Gremium die 20 bis 30 im Innenhof abgestellten Fahrzeuge ein Dorn im Auge sind. Ausschussvorsitzender Erwin Dotzel betonte, in 300 Meter Entfernung befinde sich der neue Parkplatz mit rund 200 Plätzen. Der in der Sitzung anwesende Krankenhausdirektor Bernd Pallasch sagte, dass man derzeit untersuche, wer sein Fahrzeug dort abstelle. Er räumte ein, dass es Probleme mit den teils „kreuz und quer“ abgestellten Autos gebe, und man wolle „das Problem so schnell wie möglich lösen“.


mainpost.de vom 18. Oktober 2011

3 D-Filme ab sofort made in Schweinfurt
Firma 3 D boutique siedelt sich in Schweinfurt an – Belegschaft soll schnell von 40 auf 100 Mitarbeiter wachsen

3 D-Filme ab sofort made in SchweinfurtSo wie der bayerischen Wirtschafts-Staatssekretärin Katja Hessel ist es den meisten Gästen bei der Eröffnung der 3 D boutiqu-Produktionsstätte in der Schweinfurter City gegangen: Sie waren begeistert, haben aber vieles nicht verstanden. Dazu muss man wissen: 3 D boutique ist nicht, wie es Oberbürgermeister Sebastian Remelé bei Erhalt der Einladung zunächst vermutete, „ein weiterer Second-Hand-Laden.“ Es handelt sich vielmehr um die offensichtlich stark nachgefragte Technik der Zukunft, in Kurzform: die Umwandlung von – in den bisherigen Formaten (8 und 35 Millimeter, 2-D) gedrehten – Filmen in 3 D.

3 D boutique wurde Mitte 2010 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Stammsitz in einem früheren Bauernhaus in Garstadt. Im Gewerbegebiet von Bergrheinfeld sollte ursprünglich die Produktionsstätte wachsen. Der Stereo-3 D-Spezialist hatte dort schon ein kleines Containerdorf in Modularbauweise errichtet und an gleicher Stelle einen Neubau geplant. Dass daraus nichts wurde, hat mit der nicht ausreichenden Leitungskapazität zu tun.

„Wegen der Telekom sind wir heute hier“, sagte denn auch der Gründer und Geschäftsführer der 3 D boutique, Matthias Triebel. Was der Telekom nicht gelang, hätten die Schweinfurter Stadtwerke ermöglicht und in die neuen Räume einer früheren Tierklinik am Graben 19 das wegen der immensen Datenmengen unabdingbare „große Leitungswerk verlegt“, so Triebel.

Auf rund 600 Quadratmetern hielt im Erdgeschoss und Keller modernste Technik Einzug. Die genaue Investition nannte Triebl nicht, er verriet dennoch eine Zahl: mittlerer einstelliger Millionenbetrag.

Das junge Unternehmen beschäftigt schon jetzt 40 Mitarbeiter. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Belegschaft auf 100 aufgestockt sein. Gearbeitet werden soll dann im Dreischichtbetrieb. Derzeit sind es zwei Schichten. Triebel sprach von einem neuen Berufszweig, den es „derzeit weltweit noch nicht gibt“. Die bisherigen Mitarbeiter durchliefen ein bis zu 23 Wochen dauerndes Schulungsprogramm. Heißt: 3 D boutique bietet auch Quereinsteigern eine Chance, wenn er/sie „zu unserem Team passt und die Arbeit am Rechner mit Film und Bild schätzt“.

Der Fokus liegt auf der Konvertierung von 2-D- in 3-D-Material. Daneben erstellt das Unternehmen aber auch den 3 D-Content für Feature-Filme, Dokumentationen sowie Animationen und begleitet bei Bedarf auch Produktionen. Deshalb auch komplettieren die junge Mannschaft Kameraleute, Regisseure, Filmtechniker und Cutter.

Innerhalb des zurückliegenden Vierteljahres hat 3 D boutique rund 40 Projekte für Filmstudios, Produktionsfirmen, aber auch für die Werbebranche sowie die produzierende Industrie realisiert. Weiteres neues Standbein ist der Medizinfilm, natürlich auch in 3 D-Technik. Die Zusammenarbeit erfolgte hier (und erfolgt weiterhin) mit der Orthopädischen Klinik im Schloss Werneck. Entwickelt werde eine Technik und Software, die es ermöglicht, „im Körper etwas zu sehen“, so Triebel. Mit dieser immensen Erleichterung für den Operateur erwartet man sich eine Reduzierung der Operationszeiten von bis zu 40 Prozent.

3 D boutique drehte in Werneck zwei Filme, einen für Ärzte über Operationen von Hüfte, Knie und Wirbelsäule, einen weniger detaillierten für Patienten als Information. Erstmals gezeigt wurde ein 3 D-Video über die Operation einer neuartigen Hüftprothese kürzlich bei einem internationalen Ärztekongress. Jubelnd hätten die Orthopädie-Kollegen reagiert, schilderte der Ärztliche Leiter der Bezirksklinik, Professor Dr. Christian Hendrich. Der 3-D-Effekt mache die Infofilme zu den Operationen plastischer, man fühle sich auch ganz dicht am Geschehen, ergänzte er. Die beiden Medizin-Filme sind auf der Mainfrankenmesse das erste Mal gezeigt worden.

Die Stärke des Unternehmens liege laut Triebel in der hohen Qualität, den vergleichsweise geringen Kosten und dem Tempo, in dem seine Firma die Konvertierung von 2 D auf 3 D ausführt. Die Filme im alten Format werden in tausende Teile zerlegt, jede Szene maschinell nachbereitet: In maximal elf Tagen ist der Film in 3 D umgewandelt. Die Konkurrenz benötigt deutlich mehr Zeit. Um den Kontakt zur Filmbranche zu pflegen, plant Triebel in Nordamerika oder Kanada die Eröffnung einer Filiale.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé freute sich über den neuen Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler, Landrat Harald Leitherer bedauerte den Wegzug aus dem Kreis. Der OB träumte gar von der neuen Filmstadt Schweinfurt und Staatssekretärin Hessel von einer Begegnung mit Orlando Bloom. Sie sei bei den Dreharbeiten für den Drei-Musketiere-Film in Würzburg dabeigewesen. Den Schauspieler und Frauenschwarm habe sie sehr zu ihrem Bedauern aber nur aus der Ferne gesehen, verriet die Staatssekretärin.


Schweinfurter Tagblatt vom 14. September 2011

Kehrtwende nach Studium
Verena Metz als jahrgangsbeste Krankenpflegerin

    
Verena Metz, beste Krankenpflegerin der Abschlussklasse 201123 examinierte „Gesundheits- und Krankenpfleger“ haben kürzlich ihr Abschlusszeugnis erhalten (wir berichteten). Unter ihnen war Verena Metz, geborene Stenke aus Poppenroth (Lkr. Bad Kissingen), Jahrgangsbeste. Als Anerkennung für ihre Traumnote von 1,2 wurde sie nun vom Bezirk gesondert gewürdigt.

Für ihren „herausragenden beruflichen Ausbildungsabschluss“ gab es nämlich noch eine Urkunde, einen Buchpreis und eine Finanzspritze.

27 Jahre ist die examinierte Krankenpflegerin, so die umgangssprachliche Bezeichnung, schon. Recht alt für die Ausbildung gibt sie selber zu, doch nicht verwunderlich, hat sie sich doch nach dem Abitur in Bad Kissingen zuerst für ein Studium der Wirtschaftsamerikanistik in Kassel entschieden – und mit Diplom abgeschlossen.

Doch eigentlich wollte Verena Metz dann lieber was „Soziales“ machen. Ein weiteres Studium kam für sie allerdings nicht in Frage. Erfolgreich bewarb sie sich für einen Ausbildungsplatz an der Berufsfachschule für Krankenpflege in Werneck und wurde prompt genommen. Drei Jahre dauerte die Ausbildung: für Verena „genau das Richtige“, wie sie selbst sagt. Verschiedene Schwerpunkte gehören zur Ausbildung, die sie in den drei Jahren teils in Werneck, teils (wie die Fachrichtung Gynäkologie zum Beispiel) in Schweinfurt absolvierte. Am besten gefiel es ihr in der Orthopädie, und so entschied sie sich als eine von fünf Absolventen für die Arbeit im Orthopädischen Krankenhaus Werneck.


Schweinfuter Tagblatt vom 14. September 2011

Anpacken und helfen: Fit für „tollen Beruf“
Berufsfachschule verabschiedet 23 neue Krankenpfleger – Dienst am Nächsten als „Wachstumslokomotive“


Die Absolventen der Krankenpflegeschule!„Alle haben bestanden“ verkündet Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel schmunzelnd und sichtliche Erleichterung breitet sich auf den 23 Gesichtern aus. Drei Jahre haben die 18 Frauen und fünf Männer von der Berufsfachschule im Schloss Werneck gebüffelt und geschwitzt, sind fit gemacht worden für den Beruf „Gesundheits- und Krankenpfleger“.

Ein „tollen Beruf“, der – so Dotzel – „viel Freude macht, aber auch immer wieder Grenzerfahrungen mit sich bringt“. Anpacken, hinlangen und helfen – das sind die Grundpfeiler einer Ausbildung, die in den Zeiten des demografischen Wandels immer wichtiger wird, ein Dienst am Nächsten, der gerne als „Wachstumslokomotive“ des 21. Jahrhunderts bezeichnet wird.

Die Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Regierung funktioniert anscheinend bestens, gerne kommen die Verantwortlichen gemeinsam und „schon traditionell“ nach Werneck zur Übergabe der Abschlusszeugnisse im würdevollen Rahmen: Bezirkstagspräsident Dotzel stellvertretend als Träger und Dr. Rainer Schua von der Regierung als Prüfungsvorsitzender. Und umso erfreulicher sind dann für alle Beteiligten sowohl die gute Gesamtbilanz, wie auch die Tatsache, dass alle die bleiben wollen, auch übernommen werden können.

19 der 23 Absolventen bleiben so der Ausbildungsstätte erhalten, fünf starten nun in der Orthopädischen und 14 in der Psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses Schloss Werneck richtig durch.

Die Absolventen selbst bezeichnen die dreijährige Ausbildungszeit „als geile Zeit“ in der sie – so ein netter schülerischer Rückblick – viel gelernt haben, an eigene Grenzen gestoßen sind, sich „durchgebissen“ und durchgehalten und mit dem Zeugnisübergabetag das „Ziel erreicht“ haben. Große Unterstützung gab es – so die Dankesworte – von vielen, doch gingen ein besonderer Dank und viele herzliche Umarmungen an den verantwortlichen Lehrer und Schulleiter der Berufsfachschule, Heribert Gehrling.

Der gab dann auch augenzwinkernd zu, dass er zu Beginn der Ausbildungszeit schon bei dem einen oder anderen Bedenken hatte, jetzt aber ebenso wie der Chef des Hauses, Dr. Hans-Peter Volz, umso stolzer sei, dass alle angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger seit Juli die praktischen, schriftlichen und abschließenden mündlichen Prüfungen am Zeugnisübergabetag mit Bravour gemeistert haben. Jetzt dürfen sie – so der Prüfungsvorsitzende Schua – ein bisschen davon „zurückzahlen“, was sie mit der Unterstützung vieler verschiedener Menschen in den letzten drei Jahren gelernt und erfahren haben.

Die Absolventen sind:

Stephanie Baier (Egenhausen), Florian Barth (Werneck), Anna Baumeister (Oberbach), Anna-Lena Blesch (Schraudenbach), Britta Dieg (Dittelbrunn), Juliane Ducksch (Gerolzhofen), Isabella Eichelmann (Essleben), Anna Erlebach (Bischofsheim), Nadeschda Fischer (Euerbach), Sina Fischer (Gochsheim), Christiane Göb (Schonungen), Svenja Hellmuth (Werneck), Eynu Hussain (Schweinfurt), Dominik Klein (Waigolshause), Susan Markula (Werneck), Michael Müller-Eselgrimm (Untereisenheim), Anna Reinhart (Werneck), Jennifer Reuß (Bischofsheim), Martin Riedmann (Werneck), Verena Stenke (Schweinfurt), Jenny Sudermann (Gerolzhofen), Franziska Zeißner (Schwemmelsbach), Kaspar Ziegler (Werneck).


Schweinfurter Tagblatt vom 8.September 2011

Live-Simulations-Operation
 
Bild vom Wilbelsäulen-Infotag mit LiveOPDer Andrang hat die Veranstalter um Chefarzt Prof. Christian Hendrich doch ein wenig überrascht. Als das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck zum Wirbel-Säulen-Info-Tag lud, kamen über 700 Menschen. Informiert wurde über den Rückenschmerz als häufigste Schmerzform in der Bevölkerung und über seine Behandlung. Geboten wurde neben einer Fragerunde mit Experten auch eine Live-Simulations-Operation, die die Besucher auf einem Bildschirm mitverfolgen konnten.


Schweinfurter Tagblatt vom 23. August 2011

Waisenhaus heißt Schweinfurt
Dank Spendenbereitschaft auch Möbel finanzierbar

Waisenhaus heißt Schweinfurt(hh) Die gute Nachricht vorneweg: Das Waisenhaus im bitterarmen Caprivistreifen im Norden Namibias kann gebaut werden. Der Schweinfurter „Verein zur Hilfe für Kinder in der Dritten Welt" hat mit einer weiteren größeren Spende von 3000 Euro durch den Ärztlichen Direktor der Orthopädischen Klinik im Schloss Werneck, Professor Christian Hendrich, die Summe für den Neubau für 70 Kinder und Jugendliche in Bukalo im Vierländereck zwischen Sambia, Botswana, Angola und Zimbabwe beieinander. Es ist jetzt sogar möglich, die Einrichtung (Möbel) zu finanzieren und ein weiteres Projekt zu starten.

Den Gründer des Vereins, der frühere Polizist Heinrich Hackenberg (68), führte 2006 der Zufall nach Namibia. Er lernte dort Frater Varghese Pulikkiyil kennen. Im März 2011 eröffnete der Pater in Bukalo die katholische St. Francis-Mission seines Ordens. Ihr angliedern will er nun einen Kindergarten für bis Sechsjährige, viele Waisenkinder darunter. Die gibt es wegen Aids und Malaria auch bei den Caprivian, einem der zehn in Kommunalgebieten lebenden Stämmen im 1,8 Millionen Menschen zählenden Land.

Beim Besuch einer Schweinfurter Delegation im Mai – alle haben ihren Flug selbst finanziert – versprach der Pater: Sollten viele Bürger aus dem Raum Schweinfurt spenden, werde die Einrichtung den Namen „Schweinfurt“ tragen. Mitte Juni erhielt Hackenberg die Nachricht, dass die Aktion Sternsinger 30 000 Euro überwiesen hat. Hinzu kommen weitere mittlerweile gut 20 000 Euro aus dem Raum Schweinfurt. Es lässt sich nun auch das geplante Nähzentrum im 500 Kilometer entfernten Rundu starten. „Darüber hinaus kann etwas Geld für Stühle, Tische und Spielwaren in Bukalo sowie eine Rücklage für Instandhaltungen beiseitegelegt werden“, sagt Hackenberg.

Laut Hackenberg beginnt der Neubau in diesem Herbst, dürfte im Frühsommer 2012 fertiggestellt sein. Der Pater habe ihm erneut versichert, dass das Haus den Namen „Schweinfurt“ tragen wird.

Spenden: Konto 24 24 24 1, Flessabank Schweinfurt (BLZ 793 30 111), Stichwort Bukalo. Heinrich Hackenberg, Tel. (0 97 25) 99 66, Internet: www.kinder-dritte-welt.deexterner Link(externer Verweis)


Schweinfurter Tagblatt vom 16. August 2011

Böhmisches Open Air: Sonnenaufgang und Herzensbrecher
Böhmisches Open Air der Hergolshäuser Musikanten im Schlosspark

Böhmisches Open Air Sonnenaufgang und Herzensbrecher(geri) Der Himmel meinte es am Samstag beim 13. Böhmischen Open Air der Hergolshäuser Musikanten im Wernecker Schlosspark trotz Gewittermeldungen und vielen Wolken wieder einmal gut mit Musikern und Publikum.

Bei lauen Abendtemperaturen konnten die vielen Besucher zu Füßen der Schlossterrasse unbeschwert den Klängen der Musik lauschen, die mit der Weite des sommergrünen Parks und seiner schönen Akustik wunderbar harmonierten.

Unter Leitung von Rudi Fischer boten die Hergolshäuser Musikanten ein abwechslungsreiches Programm mit böhmischen Polkas, Konzertmärschen und Walzern, darunter alte „Herzensbrecher“ von Ernst Mosch, die „Süd-Tyrolische Polka“ und natürlich Eigenkompositionen. Viele Stücke begleitete stimmungsvoller Gesang, wozu auch das Vokalsolo „You raise me up“, gesungen von Mathilde Keller von den Jungen Hergolshäusern zählte.

Aber auch ein Ausflug in die konzertante Musik, der Choral „Die Sonne geht auf“ und das „Werntal-Lied“ aus der Feder von Bernhard Wegscheid, von Rudi Fischer auf böhmischen Sound getrimmt, wurden geboten.

Kurzweilig und charmant durch den Abend führte erstmals die ehemalige Deutsche Weinkönig Nicole Then aus Sommerach, die sich ganz angetan von der „wundervollen Stimmung“ im Schlosspark zeigte. Eine Atmosphäre, die auch die Musiker in einen ungewohnten Fokus rückt, weil die Besucher, anders als in einer Halle oder einem Festzelt, ihrem Spiel mit besonderer Aufmerksamkeit folgen, weiß Musikvereinsvorsitzende Katja Lutz.

Doch als die Musiker nach gut drei Konzertstunden kurz vor zehn die Besucher im Schein der Fackeln entlassen, ist die Zufriedenheit allseits zu spüren. Nicht wenige hatten dafür eine lange Anfahrt in Kauf genommen, wie eine Publikumsumfrage von Nicole Then während des Konzerts gezeigt hatte.


Schweinfurter Tagblatt vom 28. Juli 2011

Fest der Freundschaften und Lebensfreude
Beim sechsten KAB-„Family-Open-air“ genossen Jung und Alt das zwanglose Miteinander bei Spiel,Musik und Tanz

openairWERNECK „Links, rechts, links“, Harald Mantel hat seine liebe Not sich gemeinsam mit seinem Jungen auf zwei langen Brettern bis zum Informationsstand zu bewegen. Aber die beiden haben auch jede Menge Spaß. Wie so viele Väter, Mütter und Kinder besuchten sie das große „Familiy-Open-Air“ der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) am Samstag im Schlosspark. Ein gut besuchter Gottesdienst im Freien eröffnete das Fest. Diözesanpräses Peter Hartlaub befragte die Gottesdienstbesucher: „Was ist denn dein Schatz?“ Die Antworten waren sehr ähnlich: mein Kind, unser Enkel, die Familie. Und mit der ganzen Familie durfte dann auch gespielt, getobt oder zugeschaut werden. Es gab ein reichhaltiges Bühnenprogramm. Die Eschbachtaler spielten, die „Pr8chtmänner“ aus Bergrheinfeld traten auf, ebenso wie der Singkreis aus Stettbach. Kindergartengruppen aus Egenhausen und Werneck zeigten ihr Können. Auf der Bühne vor dem Schloss tanzten die Sambagruppe „Bateristas-Loucos“ und die Dancecrews der Musikschule Schäfer. Zum Ausklang spielte die Band „Vernissage“ aus Werneck. Aber es gab nicht nur „Fun mit Musik“, die zahlreichen Besucher genossen jeder auf seine Art das Fest. Ein älteres Ehepaar meinte. „Wenn hier ein Gottesdienst im Freien ist, na da kommen wir selbstverständlich, und dann bleiben wir halt.“ Eine junge Mutter freut sich, dass „das Wetter hält und die Kinder beschäftigt sind“. Beate Kiesel genießt das schöne Ambiente und die Tatsache, dass sie nicht mithelfen muss. „Ich engagiere mich schon in der Hospizarbeit und habe da ganz schön zu tun“, erklärt sie. Uli Werner, Diözesanpräses der KAB, ist besonders stolz darauf, dass die vielen Gruppen, die auftreten, dies auch ehrenamtlich tun. Nur das Korbtheater sei eingekauft. „Wir haben uns zusammengesetzt und geschaut, wer wen kennt, der sich beteiligen könnte“, erinnert er sich an das erste Treffen. Und prompt kannte fast jeder jemanden, der ansprechbar war und sein Mittun zusagte. Johann Rösch steht am Stand, an dem die Freundschaftsbändchen geflochten werden. Er kam über das Vater-Kind-Zeltlager zur KAB und war vor vier Jahren das erste Mal bei Family-Open-Air. „Das war so ein tolles Fest, ich dachte, das soll weitergehen.“ Und damit es weitergehen kann, müsse man halt mit anpacken, meint er ganz praktisch. Wie man Freundschaftsbändchen knüpft, wusste er bis dato noch nicht. „Das hab‘ ich vor dem Gottesdienst nach Anleitung schnell geprobt.“ Alle vier Jahre lädt die KAB zu diesem Fest ein, „dreimal waren wir in Marktsteinach, einmal in Schweinfurt und jetzt das zweite Mal hier in Werneck“, berichtet Werner. Aber nicht nur das Ambiente sei im Schlosspark am schönsten, meint er, auch die Unterstützung „vom Schloss“ sei vorbildlich: „Hier hilft wirklich jeder.“


Schweinfurter Tagblatt vom 6. Juli 2011

Violinenzauber bei Nacht
Schlossfassade bei Konzert am 16. Juli illuminiert

schlossbeinachtWERNECK (mjs) Gebannt werden die Verantwortlichen des Orthopädischen Krankenhauses Werneck und dessen Fördervereins in nächster Zeit den Wetterbericht studieren. Ihr Wunsch: Am 16. Juli soll es warm sein und trocken. Für diesen Tag ist die Wernecker Schlossnacht vorgesehen. Vor der Fassade des Barockschlosses präsentiert Geigerin Kim Leonores ihren „Violinenzauber“. Mit dabei sind auch die Sopranistin Anke Katrin Glucharen und der Pianist Christoph Stiber. Der Abend soll dabei nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern auch für die Augen werden. Lichtdesigner Axel Steckel sorgt dafür, dass das Schloss „in fantastischen Farben“ erstrahlen wird, die Klinikchef Prof. Christian Hendrich ankündigt. Gegen 22.30 Uhr ist schließlich ein Feuerwerk geplant. Mit dem Erlös des Abends will der Förderverein des Krankenhauses, so Hendrich, die Entwicklung eines neuartigen Desinfektionsgels für Patienten und Besucher unterstützen. Es gibt Sitzplatzkarten sowie „Flanierkarten“; wenn es das Wetter erlaubt, können die Besucher Decken mitbringen und es sich auf der Wiese bequem machen. Tickets gibt es unter anderem in der Geschäftsstellen dieser Zeitung und im Kliniksekretariat, (0 97 22) 21 14 22. Bei Regen ist das Konzert im Guddensaal.


mainpost.de vom 9. Juni 2011

Im Aufwind: Das Café im Schloss
Im Oktober startet neue stationäre Übergangseinrichtung – Seit 1995 engagieren sich Ehrenamtliche für psychisch Kranke

ImAufwindBeim Verein „Aufwind“ zog Vorsitzender Paul Strobel eine positive Bilanz für 2010. Mit seinen Angeboten vom Tageszentrum, über das betreute Wohnen, das Café im Schloss und den sozialtherapeutischen Wohngemeinschaften im Gutshof fühlt sich der 1995 gegründete „Verein für gemeindenahe Psychiatrie“ mit derzeit 96 Mitgliedern psychisch Kranken aus Werneck und Umgebung verpflichtet. Ab Herbst soll es neu zehn Plätze für Menschen mit Borderline-Syndrom und Persönlichkeitsstörungen geben, hieß es auf der Jahreshauptversammlung.

Bestens bewährt hätten sich alle Aktivitäten, konzeptionell und inhaltlich, meinte der Vorsitzende. Mit 19 regelmäßigen Besuchern bei 16 Plätzen war das Tageszentrum ausgelastet, was die Bedeutung tagesstrukturierender Hilfen unterstreiche. Psychisch Kranke könnten einer verbindlichen und regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, Kontakte knüpfen und Impulse für den Alltag bekommen.

Neben Gemeinschaft und Selbstversorgung sei die Arbeitstherapie ein Schlüsselbereich des Betreuungskonzeptes, so Strobel weiter. Montagetätigkeiten, Wäscheservice, Autoreinigung und Tätigkeiten in der Wernecker Brauerei zählen hierzu. Petra Maier, die das Tageszentrum von Beginn an leitete, verändert sich nach 13 Jahren beruflich und wurde verabschiedet.

Ein Erfolgsmodell sei das 2004 eröffnete Café im Schloss, das mit Unterstützung von fünf geringfügig Beschäftigten derzeit zehn Patienten eine sinnvolle Arbeit mit Zuverdienstmöglichkeit biete. Genutzt wird es auch von Forensik-Patienten als „Probe-Arbeitsplatz“. Im Zuge der Schloss-Renovierung musste das Café in den Guddensaal umziehen.

2013 soll das Café im Gartensaal des Schlosses heimisch werden - mit direktem Zugang zur Südterrasse. Auch eine Küche und einen Verkaufsraum soll es dann geben. Schultern muss der Verein die Ausstattung. Für die geschätzten Kosten von 30 000 Euro soll bei der „Aktion Mensch“ und anderen Zuschussgebern eine Förderung beantragt werden.

Ein weiteres Hilfsangebot ist das betreute Wohnen in Wohngemeinschaften, das eine stabile Belegung mit 13 chronisch psychisch Kranken meldet. Im Mittelpunkt stehen Betreuung und Hilfestellung im Wohnumfeld sowie Alltagsbewältigung, wobei zehn Bürgerhelfer das Fachpersonal ehrenamtlich unterstützen. Da die Bewohner langsam in das Seniorenalter kämen, handle es sich „fast schon um eine Alten-WG“, sagte Strobel. Hier bewähre sich die Kooperation mit der Wernecker Sozialstation.

Neu starten soll im Oktober im Gutshofs eine stationäre Übergangseinrichtung mit zehn Plätzen für Menschen mit Borderline-Syndrom und Persönlichkeitsstörungen. Bisher wurde betreutes Wohnen in zwei Wohngemeinschaften angeboten. Der Statuswechsel bringe eine deutlich dichtere fachliche und personelle Betreuung, sagte Strobel. Beantragt hatte der Verein das neue Angebot beim Bezirk wegen der oft sehr schwierigen Krankheitsbilder, weshalb man in manchen Fällen die Aufnahme hätte ablehnen müssen.

Das bisherige betreute Wohnen mit weniger Unterstützungs- und Therapieleistungen soll beibehalten werden. Einige der zwölf Gutshof-Bewohner konnten bereits in neue Räumlichkeiten in Schweinfurt und Werneck umziehen. Sowohl hier wie bei der neuen Übergangseinrichtung zielt das sozialtherapeutische Betreuungsangebot auf Krankheitsbewältigung und die Entwicklung individueller Lebensperspektiven. Bis zu vier Bewohner „verselbständigen sich“ pro Jahr, sagte Strobel auf Nachfrage zur Erfolgsbilanz.
Von unserem Mitarbeiter Gerald Gerstner


main-netz.de vom 8. Juni 2011

Orthopädie-Klinik: Sanierung geht weiter
Der Bezirk Unterfranken darf das Orthopädische Krankenhauses Schloss Werneck weiter sanieren. Die Regierung von Unterfranken hat den vierten Bauabschnitt genehmigt, wie sie jetzt mitteilt. Das Projekt ist in das bayerische Jahreskrankenhausbauprogramm 2011 aufgenommen, der Förderbetrag lautet auf 5,24 Millionen Euro. Der vierte Bauabschnitt umfasst Teilbereiche des noch nicht sanierten Hauptschlosses im sogenannten B-Bau.
In diesem Bauabschnitt sollen Bereiche der Pflege (14 Betten) und Funktionsbereiche modernisiert werden.


mainpost.de 6. Juni 2011

5,24 Millionen für die Orthopädie: Regierung genehmigt Pläne

Die Regierung von Unterfranken hat dem Bezirk Unterfranken die fachliche Genehmigung für die Sanierung des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck (vierter Bauabschnitt) erteilt. Das Projekt ist in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2011 des Freistaates Bayern aufgenommen. Dem Bezirk wurde ein Förderbetrag über 5,24 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Förderung erfolgt aus dem Topf der Bayerischen Krankenhausfinanzierung, die im Staatshaushalts eingestellt ist.

Der vierte Bauabschnitt zur Neuordnung des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck umfasst Teilbereiche des noch nicht sanierten Hauptschlosses im sogenannten B-Bau. In diesem Bauabschnitt sollen Pflegebereiche (14 Betten) und Funktionsbereiche (Zentrale Einrichtungen für Untersuchung und Behandlung, Verwaltung, Soziale Dienste, Ver- und Entsorgung) umgebaut beziehungsweise modernisiert werden. Vor allem soll in der Patientenversorgung und -unterbringung, (funktional, räumlich und baulich) ein zeitgemäßer Standard geschaffen werden, heißt es in einer Mitteilung der Regierung von Unterfranken.


mainpost.de vom 23. Mai 2011

Weltpremiere in Werneck: Neuartiges Hüftgelenk eingesetzt

ProfessorHendrichProfessor Hendrich über die Vorteile: Geringerer Verschleiß durch die Kombination von Kopf und Einsatz aus Keramik

Das erste künstliche Hüftgelenk einer neuen Generation ist vergangene Woche einem Patienten des Orthopädischen Krankenhauses im Schloss Werneck eingesetzt worden. Der Ärztliche Direktor Professor Christian Hendrich spricht von einer Weltpremiere. Das neue Kunstgelenk verspreche für Patienten mit besonderen beruflichen und sportlichen Ansprüchen große Vorteile.
Herr Professor Hendrich, was erwarten Ihre Patienten von einem künstlichen Hüftgelenk?

Christian Hendrich: Das Wichtigste ist, dass es entweder Langzeitergebnisse gibt oder ein bewährtes Konzept zum Einsatz kommt. Die Patienten wünschen sich einen sicheren Bewegungsumfang ohne die Gefahr des Ausrenkens. Eine neue Prothese sollte sich problemlos ohne Muskelablösung, also minimal-invasiv, operieren lassen. Schlussendlich soll der Verschleiß im Langzeitverlauf gering sein.
Was ist das Besondere an dem neuen Hüftgelenk?

Hendrich: Es handelt sich um eine neue Hüftpfanne mit einer inneren Keramik-Oberfläche, in der ein großer Keramikkopf läuft. Die neue Pfanne wird zusammen mit einem knochensparenden Kurzschaft eingesetzt. Die Operation erfolgt minimal-invasiv.
Handelt es sich um ein völlig neues Kunstgelenk?Künstliches Hüftgelenk

Hendrich: Die Einzelkomponenten sind lange bewährt. Kurzschäfte haben wir bereits seit über zehn Jahren im Einsatz. Die aktuelle Version seit dem letzten Jahr. Keramik wird an der Hüfte bereits seit 1977 eingesetzt. Die neue Hochleistungskeramik gibt es seit gut fünf Jahren. Ganz neu ist jedoch die Kombination dieser Technologien in dieser Prothese.
Wie erfüllt das neue Gelenk die Anforderung der Patienten?

Hendrich: Das Konzept der Titan-Halbschale, die in den Knochen eingepresst wird, hat sich auf breiter Front durchgesetzt. Mit dem großen Kopf besteht praktisch kein Risiko mehr, das Hüftgelenk bei einer falschen Bewegung auszurenken. Die neue Prothese kann ohne Muskelablösung eingesetzt werden. Von der Kombination des Keramikkopfes mit dem Keramik-Einsatz in der Pfanne versprechen wir uns einen geringen Langzeitverschleiß.
Werden Hüftpatienten immer jünger?

Hendrich: Nein, das Durchschnittsalter ist erstaunlicherweise recht konstant. Allerdings sind die Ansprüche eines 60-Jährigen von heute anders als die vor 20 Jahren. Beruf, Reisen und Sport werden für unsere Patienten immer wichtiger. Die Patienten wollen hier keine Einschränkungen ihrer Aktivität hinnehmen.
Für wen ist diese Prothese besonders geeignet?

Hendrich: Die Prothese ist für alle Altersgruppen geeignet, die aus sportlichen oder beruflichen Gründen auf einen hohen Bewegungsumfang im Hüftgelenk angewiesen sind. Auch Patienten, die beispielsweise Sportarten wie Langstrecken-Fahrradfahren fortsetzen wollen, profitieren von der Hochleistungskeramik.
Gibt es auch Nachteile?

Hendrich: Keramik hat generell eine höhere Bruchgefahr als Stahl. Dieses Risiko ist bei den modernen Keramikimplantaten jedoch extrem niedrig. In Amerika haben manche Keramikprothesen störende Geräuschphänomene erzeugt. Mit der neuen Keramik scheinen diese aber der Vergangenheit anzugehören.
Wie lange hält ein modernes künstliches Hüftgelenk?

Hendrich: Das ist leider individuell nicht vorherzusagen. Denn die individuelle Knochenqualität und Belastung spielt eine entscheidende Rolle. Als Faustregel hat sich in wissenschaftlichen Studien eine Haltbarkeit von 70 Prozent über mehr als 25 Jahre gezeigt.
Waren Sie bei der Operation mit der neuen Prothese aufgeregt?

Hendrich: Gespannt ja, aufgeregt nein. Vor jeder neuen Operation bereiten wir uns gründlich vor. Man arbeitet die Operationsanleitung durch, macht sich Notizen, Zeichnungen und studiert Videoanleitungen. Ich selbst gehe eigentlich jede Operation vorher mehrmals im Geiste durch. Die neue Operationstechnik durfte ich in einem internationalen Chirurgenteam maßgeblich mitentwickeln.
Die neue Hüfte passt gut zum in Werneck ausgerufenen Hüft-Monat Mai. Ist der Op-Termin Zufall?

Hendrich: Nein. Der Termin der Weltpremiere war lange bekannt. Entsprechend haben wir Anfang Mai auch unseren Hüft-Tag gehalten. Die Präsentationen vom Hüft-Tag und ein Video von der Operations-Simulation können Interessenten übrigens im Internet (unter www.mainpost.de, die Redaktion) anschauen.

Das Gespräch führte das Redaktionsmitglied Hannes Helferich


mainpost.de vom 17. Mai 2011

Vom Schloss Werneck direkt zur Westfront
Von 800 Unteroffiziersschülern kamen 600 in den letzten Kriegsmonaten ums Leben – Treffen an alter Stätte

Fahnenappell Unteroffiziersschule 1943Es ist ein kleines Häuflein alter Herren, das am Sonntagmorgen – umringt von deutlich mehr Angehörigen – im Schlosspark von Werneck zu einer kurzen Gedenkfeier zusammengekommen ist. Zehn Männer, alle um die 80, sind aus allen Richtungen des Landes angereist, um im Park des Wernecker Schlosses ihrer Kameraden zu gedenken, mit denen zusammen sie hier 1943 und '44 zu Unteroffizieren der Luftwaffe ausgebildet wurden – und von denen nur wenige Monate später, zum Kriegsende, zwei Drittel bereits tot oder vermisst waren.

Eine kleine Abordnung von Reservesoldaten der Bundeswehr nimmt unter einem Baum Aufstellung. Hauptfeldwebel Artur Simon befehligt die vierköpfige Abordnung, die stillsteht und salutiert. Erwin Gamerdinger (85), seinerzeit Angehöriger der Unteroffiziersschule, spricht nur einen Satz: „Wir gedenken in Ehrfurcht unserer Kameraden, die gefallen, vermisst oder verstorben sind.“ Ein Trompeter spielt „Ich hatt' einen Kameraden“. Dann geht's zum „Familienfoto“ auf die Schlossparktreppe – anschließend zum ökumenischen Gottesdienst in die Kirche.
Nur eineinhalb Jahre Betrieb

Rund eineinhalb Jahre beherbergte das Schloss Soldaten, die sich alle freiwillig zur Luftwaffe gemeldet hatten und die Unteroffizierslaufbahn anstrebten. „Wir fühlten uns schon als Elite“, sagt Gamerdinger. Nur vier solcher Ausbildungseinheiten gab es im ganzen Reich – eine nun in Werneck. 800 überwiegend sehr junge Männer, verteilt auf vier Kompanien, wohnten im Schloss.

Ehemaligentreffen UnteroffiziersschülerDen 24. Februar 1944 vergisst der damals 18-jährige Erwin Gamerdinger nicht. Er hatte Brandwache auf dem Dachboden – und in der Nacht brach nach Treffern durch Phosphorbomben der Alliierten in Teilen des Schlosses Feuer aus. Er hatte Glück, wurde nicht verletzt durch Phosphorspritzer auf die Haut. Die Soldaten löschten den Brand.

Militärstandort war der Markt Werneck nur denkbar kurz – keine zwei Jahre. 1943 erst wurden die Unteroffiziersschüler der Luftwaffe von einem Barackenlager in Oberscheckenbach nahe Rothenburg ob der Tauber ins Schloss Werneck verlegt, sagt Gamerdinger. Den Grund dafür kennt er nicht, die Entscheidung kam direkt aus Berlin. Aber das Schloss hat ihnen schon besser gefallen als das Barackenlager. Im September 1944 schon wurde die Schule aufgelöst und alle wurden in den Krieg geschickt, an die Westfront, nach Aachen, Düren, Jülich – zum letzten, verzweifelten Aufbäumen des „tausendjährigen“ Hitler-Reiches gegen die alliierte Übermacht.
Letztes Mittel „Rammjäger“

Ein gutes halbes Jahr später waren laut Gamerdinger von den 800 Mitgliedern der Schule 600 gefallen, vermisst oder gestorben. Er selbst steuerte Flugzeuge und wurde Ende 1944 gefragt, ob er als „Rammjäger“ kämpfen wolle – pure Kamikaze-Taktik, bei der das Flugzeug ein feindliches Flugzeug „rammt“ und so zum Absturz bringen sollte. Der Preis war der sichere eigene Tod. „So mutig war ich dann doch nicht“, sagt er.

1986 hat Erwin Gamerdinger maßgeblich die „Schulgemeinschaft ehemaliger Angehöriger der Unteroffiziersschule 3 der Luftwaffe“ mitbegründet. 25 waren sie anfangs, trafen sich mindestens einmal im Jahr in Werneck. Es kamen mehr Kameraden zu den Ehemaligen dazu, ihre Zahl wuchs auf 50 bis 60, doch inzwischen ist eine ganze Reihe auch gestorben. 18 Kameraden leben heute noch, von denen aber auch nicht mehr alle in der Lage sind, zum Treffen zu kommen. An diesem Sonntag sind zehn Ehemalige da, in Begleitung von 25 Angehörigen.

„Die Bürgermeisterin Edeltraut Baumgartl hat letztes Jahr gesagt, sie wünscht sich, dass wir noch viele Jahre hierherkommen, aber das wird wohl aus biologischen Gründen nicht mehr so lange möglich sein“, sagt der Tübinger mit dem ihm eigenen schwäbischen Humor. Zum Volkstrauertag wird er wieder hier sein, um der gefallenen und gestorbenen Kameraden zu gedenken.

Von unserem Redaktionsmitglied Stefan Sauer


Die Kitzinger vom 14./15. Mai 2011

Geld für Kliniken
Würzburg - Der Regierung von Unterfranken stehen in diesem Jahr insgesamt 23,75 Millionen Euro an Fördermitteln für elf große Baumaßnahmen zur Verfügung. Dies ergibt sich aus dem Jahreskrankenhausbauprogramm 2011 des Bayerischen Staatsministriums für Umwelt und Gesundheit und des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen.
Der Bezirk bekommt für die Errichtung einer Spezialeinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Schwer- und Mehrfachbehinderung und psychischer Erkrankung in Würzburg drei Millionen Euro. Außerdem wird das Würzburger Juliusspital mit 2,23 Millionen bei einer Sanierung unterstützt. Weitere Gelder verteilen sich in Unterfranken auf Maßnahmen in Aschaffenburg, Schweinfurt, Haßfurt und Werneck.


mainpost.de vom 11. Mai 2011

Helfende Musik im Himmelsaal
Benefizveranstaltung für die Tschernobyl-Hilfe

K_u_K Klavierquintett(schd) Der Himmelsaal im Schloss Werneck macht seinem Namen alle Ehre - eine wunderschöne federleicht-wolkige Kuppel wölbt sich über den barocken Räumlichkeiten. Ganz selten wird der Saal für die Öffentlichkeit geöffnet und so waren die Initiatoren Elke Tober-Vogt, Hans Ibel und Paul Michelfeit mehr als begeistert, dass das Benefizkonzert zugunsten der Tschernobyl-Hilfe für Kinder in diesem stimmungsvollen Ambiente stattfinden durfte.

Seit 25 Jahren leiden die Menschen in der Ukraine an den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Reaktorkatastrophe. Seit 1991 hilft die von Erwin Koch in Königsberg gegründete Kinderhilfe mit Spenden vor Ort, aber auch durch medizinische Versorgung der Kinder in Deutschland. Momentan laufen mehrere Projekte darunter auch die „Hilfe für die Kinder“ in Ruska Poljana. Dort in der Tbc-Heilstätte werden die stolzen 1305 Euro Konzertreinerlös, die Hans Ibel im Sommer gemeinsam mit Erwin Koch persönlich übergibt, dringend benötigt, um ein Spielzimmer mit Möbeln, Übungstrainer uns Spielzeugen auszustatten.

Auf dem Programm stand das anspruchsvolle Serenadenkonzert des K.u.K. Klavierquintetts Königshofen mit Werken von Antonín Dvorák, Hans Franke, Franz Schubert und Herbert Baumann. In unterschiedlicher Besetzung spielten Jutta Müller-Vornehm (Klavier) Susanne Aengeneyndt (Violine), Magdalene (Violine) und Christoph Schindler (Kontrabass), Werner Jaksch (Violoncello und Moderation) und Wolfram Schmidt (Viola) ein wunderbares abendliches, durchaus als modern zu bezeichnendes kammermusikalisches Konzert. Mal heiter beschwingt, dann wieder melancholisch sanft entstanden bezaubernde Klangbilder voller Poesie. Charmante, motivisch vielfältige Musik bot das lange verlorene Klavierquintett fis-Moll op.795 des Leipziger Komponisten Franke, während Dvoráks Klavierquartett Es-Dur op.87 durch ein verspielt feuriges Wechselspiel faszinierte. Lyrische Momente offenbarten sich in Baumanns Rondo um dann abschließend in Schuberts höchst romantischem Notturno Es-Dur zu gipfeln. Mit einer leichtfüßigen „Bagatelle“ von Dvorák verabschiedete sich das hervorragende Ensemble vom begeisterten Publikum - ein zauberhafter zweistündiger Konzertabend mit vielen schönen, aber auch nachdenklichen Augenblicken im Zeichen der Hilfe für Kinder.


Schweinfurter Tagblatt vom 04. Mai 2011

Live-Operation am Hüftmodell
Informationstag

(mjs) Schmerzen in der Leistengegend? Beschwerden beim Gehen? Probleme beim Laufen nach langem Sitzen? Das könnte auf eine Erkrankung des Hüftgelenks hindeuten. Die Orthopädische Klinik Schloss Werneck bietet am kommenden Samstag umfassende Informationen beim „Hüft-Tag“ an.

Um 10 Uhr startet im Gudden-Saal das zweieinhalbstündige Programm mit einem Vortrag über die Ursachen von Arthrose an der Hüfte. Anschließend simulieren die Fachärzte aus dem Team von Prof. Dr. Christian Hendrich an einem Kunststoff-Modell eine Operation. Danach geht es um das Thema Nachbehandlung nach einem Eingriff. Zudem stehen die Experten dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Den Besuchern steht es offen, die renovierte Physiotherapie-Abteilung und die ebenfalls sanierte Bettenstation in Augenschein zu nehmen. Das Angebot richtet sich nicht nur an potenzielle Patienten sondern auch an Angehörige.


Schweinfurter Tagblatt vom 03. Mai 2011

Schloss Werneck: Neue Physiotherapie eingeweiht
Hightech trifft Historie im Orthopädischen Krankenhaus – Vierter Bauabschnitt ist angelaufen
 
3567162_1_1A85E2(geri) Einweihungen konnten im Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck in den zurückliegenden Jahren schon mehrfach gefeiert werden. Erst Anfang Februar galt ein Festakt der abgeschlossenen Modernisierung der Patientenzimmer im Ostflügel des Balthasar-Neumann-Schlosses. Mit der neuen Physiotherapie, die den Schlusspunkt des dritten Bauabschnittes bildet, gab es nun erneut Grund zum Feiern.
Im Mittelpunkt standen dabei aber nicht die neuen Funktionsräume der Physiotherapie, sondern das Gesamtprojekt Modernisierung und der Dank an alle, die dieses mittragen und finanziell ermöglichen, wie Chefarzt Prof. Dr. Christian Hendrich deutlich machte. Allen voran der Freistaat, vertreten durch den „Ehrengast“ Staatssekretär Gerhard Eck. Wie dieser sagte, lege Bayern den allergrößten Wert auf Gesundheit, was sich auch in Zahlen festmachen lasse. Insgesamt 38 Millionen Euro habe der Bezirk seit 1980 an Fördermitteln vom Freistaat für die Klinik Werneck erhalten.
Erfolgsstory
Eck sprach von einer „Erfolgsstory hier in Werneck“, charakterisierte die Klinik als ein Fundament für den ländlichen Raum und bescheinigte Professor Hendrich und seiner „gesamten Mannschaft“ eine fantastische Arbeit, die Werneck zu einer der besten Fachklinken in Deutschland mache.
Ohne Umnutzung als Klinik wäre das historische Bauwerk, die barocke Sommerresidenz der ehemaligen Fürstbischöfe, „nicht haltbar gewesen“, erklärte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel die vor 20 Jahren begonnenen Investitionen in die Klinikmodernisierung.
8,3 Millionen Euro kostete jetzt allein der dritte Bauabschnitt, von denen der Freistaat 6,5 Millionen trug, der Bezirk als Einrichtungs-Träger 1,8 Millionen. Eine hochmoderne Klinik in den historischen Mauern eines Barockschlosses wertete Dotzel als einmalig in Deutschland. Überzeugt zeigte sich der Bezirkstagspräsident, dass sich im schwierigen Gesundheitsmarkt „am Ende nur die Besten durchsetzten werden“.
Nach dem Einzug von Hightech mit neuem OP-Trakt, Wachstation, leistungsfähiger Röntgenabteilung, MRT-Kompetenzzentrum, Schmerztherapie sowie modernen Patientenzimmern und Physiotherapie brauche Werneck den Vergleich mit keinem anderen Krankenhaus zu scheuen, sagte Professor Hendrich.
Klinik wird gebraucht
Die in den zurückliegenden Jahren „extrem zugenommenen“ Fallzahlen zeigten, dass die Klinik gebraucht werde. Nahtlos angeschlossen hat sich bereits der vierte und letzte Bauabschnitt, der dem Eingangsbereich und dem Westflügel gilt und bis Herbst 2012 abgeschlossen sein soll.


Schweinfurter Tagblatt vom 02. Mai 2011

Eck: Geld gut investiert
Werneck(kab) - Der dritte Bauabschnitt der Erweiterung und Sanierung der Orthopädischen Klinik Schloss Werneck ist fertig, ebenso die Physiotherapie. Gefördert vom Freistaat laut Pressemitteilung mit rund 6,5 Millionen Euro – und damit 100 Prozent der förderfähigen Kosten. In den Augen von Innenstaatssekretär Gerhard Eck „gut angelegtes Geld“. Denn: Eine leistungsfähige Krankenhausstruktur gehöre zu den Kernaufgaben eines modernen Sozialstaats.
Seit 1980 habe der Bezirk insgesamt 38 Millionen Euro an Fördermitteln vom Freistaat für die Klinik in Werneck erhalten. Das von Balthasar-Neumann erbaute Schloss Werneck sei ein Schmuckstück des Bezirks Unterfranken, betonte Eck. Seit 2001 engagierte sich der Bezirk für die Erweiterung und Sanierung des dort untergebrachten Krankenhauses. Eck: „Dieses Prachtbauwerk zu erhalten und mit Leben zu füllen, ist ein Kraftakt in planerischer, baulicher und finanzieller Hinsicht.“
Jedoch einer, der sich lohne. Das Krankenhaus zähle zu den größten und besten orthopädischen Fachkliniken Deutschlands, betonte der Staatssekretär. In Werneck bekomme der Patient eine hoch spezialisierte, professionelle Behandlung in einem einzigartiges Ambiente, einem Barockschloss inmitten einer wunderschönen Parklandschaft.


Werneck DIE ZEIT, 7593 KB
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