

25. Mainfranken-Messe zählte rund 117.000 Besucher / Ergebnis der Besucherbefragung spiegelt hohe Zufriedenheit mit dem Angebot der Messe wider / Mehrheit der Aussteller ist zufrieden: Ergebnisse teilweise besser als vor zwei Jahren / 43% neue Kundenkontakte auf Messeständen der Aussteller
Würzburg - Unter der Trägerschaft der Stadt Würzburg präsentierte sich die Mainfranken-Messe zum 25. Jubiläum erneut als eindrucksvolles Wirtschaftsschaufenster der Region. Während der neun Messetage zählten die veranstaltenden AFAG Messen und Ausstellungen über 117.000 Besucher. Damit erreichte man fast das Ergebnis von 2003, blieb aber um rund 9% unter dem Spitzenergebnis der letzten Messe vor zwei Jahren. Die Veranstalter führen den Rückgang vor allem auf das sonnige und sehr milde Herbstwetter am ersten Messesonntag und am zweiten Wochenende zurück. Zu berücksichtigen sei außerdem, dass sich die Konsumstimmung aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten wieder etwas verschlechtert hat, wie die jüngsten Ergebnisse des im September veröffentlichten Konsumklimaindex der GfK Gesellschaft für Konsumforschung zeigen.
"Unsere Bilanz zur Mainfranken-Messe 2007 fällt aber insgesamt positiv aus, weil es viele erfreuliche Ergebnisse und Reaktionen gibt“, so das Fazit von AFAG-Geschäftsführer Heiko Könicke. Die Besucher, die gekommen sind, waren hoch zufrieden mit der Qualität und der Angebotsvielfalt der Messe, wie die Ergebnisse der Besucherbefragung durch das Messe-Marktforschungsinstitut Dirr, Hamburg, zeigen. Für 95% der Befragten hat sich der Besuch der Messe gelohnt und die überwältigende Mehrheit der Besucher (93%) hat nichts beim Messebummel vermisst. Diese Zahlen sprechen für sich und sie dokumentieren eindrucksvoll die hohe Akzeptanz der Mainfranken-Messe bei den Bürgern der Region. Dass der Anteil der zufriedenen Aussteller überwiegt und einige sogar bessere Geschäfte machten, als vor zwei Jahren, ist ebenfalls erfreulich. Außerdem ist der Anteil von Neukunden auf den Messeständen lt. Ausstellerbefragung von 35% im Jahr 2005 auf jetzt 43% gestiegen. Auch dies ist ein bemerkenswertes Ergebnis“; so Heiko Könicke in seiner Messebilanz.
Die zahlreichen Themenparks und Aktionsbereiche, die das wirtschaftliche Angebot der Messe ergänzten und einen wichtigen Teil zur Attraktivität der Mainfranken-Messe beisteuerten, bekamen in der Besucherbefragung gute Noten, wobei sich die „Thailand-Schau“ in der Publikumsgunst mit deutlichem Abstand den 1. Platz sichern konnte.
Hervorragend angenommen wurde der neue „GesundheitsPark“. In vielen Gesprächen mit Besuchern wurde deutlich, dass auf dem Gebiet des Gesundheitswesens ein großer Informationsbedarf besteht. Vor allem die beteiligten Kliniken erreichten auf der Messe ein breites Publikum, konnten gezielte Aufklärung betreiben und über ihr Leistungsspektrum informieren. Am Stand des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck wurden noch auf der Messe mehrere OP-Termine vereinbart. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird die AFAG-Messeleitung diesen Bereich weiter ausbauen. Einige Aussteller des „GesundheitsParks“ haben bereits signalisiert, beim nächsten Mal einen größeren Stand zu buchen.
Eine zufriedene Messebilanz zogen auch die Beteiligten in der Halle der Stadt Würzburg, der Bezirk Unterfranken und die Partnerregion Calvados sowie die Aussteller in der Halle der Landwirtschaft. Auch die überzeugende neue Präsentation des Handwerks fand beim Publikum großen Zuspruch.
Insgesamt überwiegt in der Ausstellerbefragung der Anteil der zufriedenen Aussteller: 44% bewerteten die Geschäfte mit „sehr gut“ und „gut“, 37% waren "zufrieden" und 18% waren weniger zufrieden. Im großen Baubereich ist vor allem das Interesse für energiesparende Produkte hervorzuheben. Für eine gute Idee hält man deshalb auch die speziell gekennzeichnete Energieroute, die gezielt zu Messeständen mit entsprechenden Angeboten führte. Es gab aber auch Unternehmen, deren Erwartungen nicht erfüllt wurden. Dies waren vor allem Aussteller, bei denen der Direktverkauf im Vordergrund steht.
Neues von der Mainfranken-Messe: Ein-Blicke in die Orthopädie
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| MFM07-BTPSteppacher |
Würzburg. (mm) Im Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck tragen die Ärzte bei Kunstgelenksoperationen Astronautenanzüge. Dadurch wird das Risiko gefährlicher Infektionen minimiert. Einen Eindruck von der Atmosphäre in einem Operationssaal erhalten die Besucher der Mainfranken-Messe derzeit im so genannten "Gesundheitspark" (Halle 12), der unter anderem das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck vorstellt.
In dieser renommierten Spezialklinik, die mit ihren 135 Betten zu den großen orthopädischen Krankenhäusern Deutschlands zählt und eine Einrichtung des Bezirks Unterfranken ist, werden pro Jahr unter anderem rund 700 Hüftendoprothesen und etwa 600 künstliche Kniegelenke eingesetzt. Insgesamt führen die Wernecker Ärzte pro Jahr rund 3300 Operationen durch.
Das Besondere am Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck, Mitte des 18. Jahrhunderts von Balthasar Neumann erbaut, ist die verblüffende Verbindung von historischer Bausubstanz mit modernster medizinischer Technik. Als Motto hat sich das Klinikpersonals deshalb einfallen lassen: "High-tech und High-care im Schloss."
Einen Blick in ein Knie riskierte am Wochenende Werner Steppacher, bis vor kurzem Geschäftsleitender Beamter des Bezirks Unterfranken und als solcher unter anderem für die Bezirks-Kliniken zuständig. Mit einem entsetzten Schmerzensschrei musste indes am Stand des Wernecker Krankenhauses niemand rechnen. Wirklichkeitsnah unter einer blauen Folie verdeckt, präsentierte lediglich eine Plastikpuppe ihr Knie. Und Plastik ist bekanntlich schmerzunempfindlich.
Wo früher Fürstbischöfe relaxten (28.09.2007 — Lohrer Echo)
Großer Gesundheitspark in Messehalle 12
Reichlich Informationen über ein gesundes Leben, die Vermeidung von Krankheiten und Wege zur Heilung gibt es während der Mainfranken-Messe im Gesundheitspark in Halle 12. Auf dem Programm stehen zahlreiche Fachvorträge und Thementage sowie kostenlose Gesundheitschecks — zum Beispiel zur Ermittlung der Blutzuckerwerte, der Sehschärfe und des Blutdrucks.
Auf dem Sensibilitäts-Parcour in Halle 12 können Messebesucher ihre fünf Sinne testen lassen. Ein >>Astrotrainer<< analysiert außerdem den Gleichgewichtssinn. Ein kostenloser Hörtest informiert über das aktuelle Hörvermögen, daneben gibt es Tipps, was bei Hörminderung zu tun ist. In einer >>lebendigen Werkstatt<< erfahren Messebesucher am Stand des Vereins >>Interessengemeinschaft Zahntechnik Würzburg<<, mit welch immensen Aufwand Zahntechniker Unikate für Patienten mit Zahnproblemen herstellen. Im Gesundheitspark gibt es schließlich praktische Tipps, wie durch eine Ernährungs- und Verhaltensumstellung überflüssige Pfunde besiegt werden können. Ein Bodycheck ermittelt das aktuelle Gewicht mit Wasser- und Fettanteilen. Der Bezirk Unterfranken stellt im Gesundheitspark seine über ganz Unterfranken verteilte medizinischen und sozialen Einrichtungen vor. So trägt der Bezirk in Werneck eine Orthopädische Spezialklinik mit 135 Betten. Früher diente sie zur Entspannung von Würzburger Fürstbischöfe. Heute werden hier jährlich 700 Hüftendoprothesen und 600 künstliche Kniegelenke eingesetzt. High-Tech bei den insgesamt 3.300 Operationen im Jahr ist in Werneck selbstverständlich. So werden seit fast 25 Jahren nur noch zementfreie Implantate für künstliche Hüftgelenke verwendet. Bei sportlichen Patienten werden spezielle Knieprothesen mit hoher Beugefähigkeit benutzt.
Die ebenfalls in Werneck untergebrachten Ergotherapeuten behandeln Patienten jeden Alters mit psychosomatischen Krankheiten sowie Suchterkrankungen. Vorgestellt wird die Arbeitstherapie als Herzstück der ergotherapeutischen Abteilung. Hier stellen Patienten Gartenmöbel, Dekorationsartikel aus Holz und geflochtene Körbe her.
Mit dem >>Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken<< in Münnerstadt stellt sich die einzige unterfränkische Fachklinik für Pneumologie, Thoraxchirurgie, Rehabilitation, Schlaf- und Beatmungsmedizin vor. Die Klinik bietet Diagnostik und Therapie sämtlicher Lungenkrankheiten. Eine Sauerstoffbar zählt zu den Attraktionen am Stand. Fachleute erklären außerdem die Funktion von Schlaftherapiegeräten.
Nebenan präsentiert sich das in Würzburg beheimatete Förderzentrum Dr.-Karl-Kroiß-Schule für hörbehinderte Kinder und Jugendliche. Es gibt Informationen über die Frühförderung von Kleinkindern mit Hörproblemen, die schulvorbereitende Einrichtung des Zentrums, die heilpädagogische Tagesstätte und das Internat. Technische Simulationen bringen Messebesuchern das Thema >>Leben und Lernen mit Hörbehinderung<< näher.